Atelier Lönne + Neumann GbR

Künstler*innenkollektiv

// Architektur
// Glaskunst
// Lichtkunst
// Malerei
// Objektkunst
// Skulptur/Plastik

Über uns

Jörn Neumann und Michael Lönne

Atelier Lönne + Neumann GbR, 1994 gegründet in Paderborn


Unsere Arbeit

Zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit dem architektonischen Raum und die Verknüpfung von formalen, inhaltlichen und funktionalen Komponenten. Neben der Arbeit mit unteschiedlichsten Werkstoffen liegt der Schwerpunkt auf dem Material Glas und ist begründet in der möglichen Mehrschichtigkeit, dem transparenten oder transluziden Kolorit, Stufen der Lichtdurchlässigkeit und der Fähigkeit, Licht zu übermitteln und zu verwandeln. Ein weiterer Aspekt unserer gemeinsamen Atelierarbeit ist u. a. die Übersetzung von Textinhalten in neue anschauliche Zusammenhänge. Beispielsweise wird die Umwandlung von Schrift in bildhafte Zeichen zum kompositorischen Element und gleichsam konzeptueller Bestandteil. Dies führt zu immer neuartigen Formfindungen skripturaler Ornamentik. Ausgehend von ersten Zeichnungen auf Papier wechseln wir vom Analogen ins Digitale. Computergeneriertes Layering, Verdichtung und Neuordnung sind nur einige Mittel, die zum jeweils eigenen Resultat führen.

  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2011 Datenfluss/Da nun aber - so gut wie Installation im Bürgeramt
    2009 Die drei kulturellen Säulen Europas Wandarbeit Bretten, Melanchthonakademie
    2011 ohne Titel (Wissen, Denken, Kommunizieren) Mensa, Gymnasium Paderborn
(1) Datenfluss/Da nun aber - so gut wie
Bildrechte: Volker Hielscher, Erfurt

Das schwebende Objekt (Titel: Datenfluss/Da nun aber – so gut wie) im Luftraum des Foyers ist Fazit eines offenen zweiphasigen Kunstwettbewerbs für den Neubau Bürgeramt (KLP-Architekten, Erfurt). Die mehr als tausend zweifarbigen Plexiglasziffern enthalten Informationen, die in der Decodierung einen Text offenbaren, der zurückführt zum Anfang der europäischen Staatslehre und der daraus resultierenden Frage zum Begriff der Bürgerschaft und nach politischer Identität. Durch die vereinzelte Verwendung von dichroitischen Filtern ergeben sich aus verschiedenen Blickwinkeln wechselnde Ansichten auf die 2012 ausgeführte Arbeit.

(2) Die drei kulturellen Säulen Europas
Bildrechte: Atelier Lönne + Neumann, Paderborn

Auf verschiedenen Ebenen durchziehen Schriften, Textfragmente und Strukturen die Gestaltung und werden mit den Grundrisszeichnungen (Parthenon-Tempel in Athen, Piazza del Campidoglio in Rom und der Grabeskirche in Jerusalem) zu einer Art räumlichen Gewebe verflochten. In jedem Fenster wird jeweils eine Architekturform hervorgehoben als Symbol für die unabhängigen Werte, die im Laufe der Zeit verschmolzen sind.

(3) read only memory?
Bildrechte: Atelier Lönne + Neumann, Paderborn

Der Beitrag read only memory? (nicht ausgeführt) war 2012 unter den Finalisten der 2. Phase im offenen Ideenwettbewerb Kunst am Bau für das Foyer des Universitätshauptgebäudes. Die dreiteilige Wettbewerbsarbeit folgt der architektonischen Situation des Vestibülbereiches und stellt eine metaphorische Interpretation für den Leitspruch der Universität Rostock dar. Während der Sanierungsarbeiten im Gebäude wurde die Innenraumgestaltung von 1870 wiederhergestellt.