Christine Rusche

Christine Rusche

// Architektur
// Grafik
// Installation
// Malerei
// Skulptur/Plastik

Über mich

Christine Rusche, 1971 Geboren in Kühlungsborn

Studium: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Abschluss: Freie Malerei, 2001

  • Lebenslauf Christine Rusche
    2019 Muthesius Kunsthochschule Kiel Workshop/Seminar, Forum für interdisziplinäre Studien
    2018 Universität der Künste Berlin Mentoring Programm für Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen
    2009 Kunstakademie Münster Gastprofessur Malerei
    2005-2008 Rotterdam (Niederlande) Atelier, Arbeitsaufenthalt, Ausstellungen
    2004-2005 Cité Internationale des Arts, Paris (Frankreich) Auslandsstipendium des Bundes
    2003-2004 Rotterdam (Niederlande) Landesgraduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg mit Auslandsaufenthalt
    2003 Los Angeles (USA) Auslandsaufenthalt, Ausstellung
    2002 Chicago (USA) Auslandsstipendium, Auslandsaufenthalt, Ausstellung
    2001 Rotterdam (Niederlande) DAAD Auslandsstipendium, Ausstellung

Meine Arbeit

„Christine Rusche komponiert raumgreifende Wandmalereien, als komplexes Wechselspiel von vorgestelltem und realem Raum. Die Analyse des Ortes, seiner sichtbaren wie auch unsichtbaren Eigenschaften, bildet die Grundlage einer fiktiven Raumstruktur, die ortsbezogen und zugleich eigenständig ist. Mit ihrer kraftvollen Bildsprache wird die Architektur in einen neuen Assoziations- und Erfahrungsraum transformiert. Die geometrischen, konkreten Formen bilden einerseits Vektoren, Flächen und Linien, die räumlich gerichtet sind und so die Blicke und Bewegungen des Betrachters durch den Raum lenken. Andererseits evozieren sie fragmentarisch Landschafts- oder Architekturlinien mit unterschiedlichen Fluchtpunkten im Raum. Es geht dabei um die konkrete Erfahrung des Betrachters, abhängig von Zeit und Ort. Neben den temporären „Raum-Zeichnungen“ in Ausstellungen und dauerhaft installierten Wandmalereien entstehen Papierarbeiten und Objekte in begleitenden Werkgruppen.“ (Text: Arne Reimann)

  • Auszeichnungen
    2020 Stiftung Kunstfonds Arbeitsstipendium
    2017 Stiftung Kunstfonds Verlagspublikation Monografie
    2014 Künstlerhaus Schloss Balmoral Aufenthaltsstipendium
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2018 PASSAGES Wandmalerei, Treppenhaus, Grafschafter Volksbank Nordhorn
    2017 GRUOEN 1. Preis Kunst-am-Bau, Wandmalerei: Fassade, Grundschule am Bürgerpark, Berlin
    2009 CROSS CUT 1. Preis Kunst-am-Bau, Wandmalerei: Treppenhaus, Rijnstate Kunstcollektie, Velp/Arnheim, Niederlande
(1) ABERRATION
Bildrechte: Christine Rusche, VG Bild-Kunst

Raum-Zeichnung, Wandmalerei: PVAC Wandfarbe, 23 m x 7,80 m x 0,40 m, Ausstellung: (Un)möglich! Künstler als Architekten, Marta Herford, 2015. ––––– Aberration bedeutet Abweichung, optischer Abbildungsfehler, Bildfehler. Die ortspezifische Wandmalerei spannt sich als fiktive räumliche Struktur mit geraden Linien und Formen über die gesamte Wand innerhalb der unregelmäßigen, amorphen Architektur Frank Gehry‘s, greift dabei Bewegungsrichtungen, Lichteinfall und Raumkoordinaten auf. Sie spielt auf scheinbare Achsen und Symmetrien im Raum an und greift jeweils 40 cm tief in die beiden Durchgänge hinein. Damit markiert die Raum-Zeichnung den Hohlraum zwischen der sichtbaren kulissenhaften amorphen Ausstellungswand und der 40 cm dahinter liegenden, nicht sichtbaren, tragenden, geraden Betonwand des Gebäudes.

(2) GRUOEN
Bildrechte: Christine Rusche, VG Bild-Kunst

Raum-Zeichnung / Wandmalerei: Silikatfarben, Giebel links: 17 x 10 m, Treppenhausturm rechts: 17 x 6 m, Grundschule am Bürgerpark, Berlin, 1. Preis Kunst-am-Bau, Land Berlin. 2017. ––––– „Gruoen“ ist Althochdeutsch und bedeutet „wachsen, sprießen, gedeihen“. Die sich verästelnden, aufstrebenden Formen nehmen Bezug zu den Bewegungsrichtungen im Treppenhausturm mit vertikaler Verteilerfunktion, wie auch auf die Lage der fünf Geschossebenen. Sie betonen die räumliche Staffelung der beiden Wände. Die Farbgebung greift die Gebäudefarben auf: Auf dem Giebel wechseln Wand- und Sockelfarbe ihre Zuordnung: Das Grauweiß wird zur Sockelfarbe und das Seidengrau zur Hintergrundfarbe. Der Umraum (Bäume/Schatten) korrespondiert mit den Formen und Farben.

(3) INTERSECTION
Bildrechte: Christine Rusche, VG Bild-Kunst

Raum-Zeichnung / Wandmalerei: PVAC Wandfarbe, 13,70 m x 2,75 m x 3,00 m Ausstellung: Finalistinnen des Gabriele-Münter-Preis 2017, Akademie der Künste Berlin (am Hanseatenweg), 2017. ––––– Foyer mit Treppe und Kommunikationszone: Der Servicekern ist als Volumen skulptural bearbeitet (Wand links, Anschnitte Türlaibungen), die Formen nehmen Bezug zur Architektur, Lichteinfall und Bewegungsrichtungen. Intersection bedeutet Schnittfläche, Durchdringung, Übergang.