Birgit Jensen

Birgit Jensen

// Installation
// Malerei

Über mich

Birgit Jensen, 1957 Geboren in Würzburg/Main

Studium: 1976-82 Studium an der Hochschule der Künste in Berlin
Abschluss: Meisterschüler

  • Lebenslauf Birgit Jensen
    1976-82 Berlin Studium
    1982-83 Mailand DAAD
    1982-85 Mailand Aufenthalt
    seit 1985 Düsseldorf
    1989-90 London Aufenthalt
    1992 Düsseldorf Förderpreis

Meine Arbeit

Meine Arbeit basiert auf der bildnerischen Analyse der heutigen digital geprägten Rezeptionsgewohnheiten. Meine formalen Mittel sind die traditionellen künstlerischen Drucktechniken, v. a. der Siebdruck. Meine Landschaften sind wie wir sie heute meistens wahrnehmen: medial verfremdet. Malerei und Fotografie gehen in in meinen Bildern eine Verbindung ein. Mich interessiert die Verschiebung weg vom Natürlichen und Physischen hin zum Gemachten und Virtuellen. Alle Aspekte unseres Lebens sind immer mehr konstruiert und gestaltet. Informationen über die Welt erhalten wir über die verschiedenen Medien und nicht mehr als direkte Erfahrung von Realität. Die Omnipräsenz und die Macht der Medien scheint sich immer schneller und umfassender zu verbreiten. So wie sich die Paradigmen der Wahrnehmung ändern, so entwickelt sich auch unser Begriff der Bedeutung von Perfektion, Ideal und Transzendenz weiter.

  • Auszeichnungen
    2000 Kunstfonds Stipendium
    1992 Förderpreis der Stadt Düsseldorf
    1982 DAAD
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2014 Synästhetischer Raumkörper SIT Fraunhofer Institut Darmstadt
    2002 Vorhang Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
    2000 Fritjof-Nansen Schule Flensburg Leuchtkasten IGS
(1) Vorhang
Bildrechte: Birgit Jensen, Foto: Gunter Lepkowski

Künstlerische Gestaltung der Glaswandsysteme Berlin, Gendarmenmarkt, 2002 Plenarsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Kunst-am-Bau, Berlin, 2002 Glaswand mit Digitaldruck auf Folie auf beiden Längsseiten des Raumes jeweils 4,5 m x 30 m

(2) Synästhetischer Raumkörper
Bildrechte: Birgit Jensen, Foto: Manuel Boden, Birgit Jensen

Das Kunstwerk thematisiert die Komplexität, die entsteht, wenn verschiedene Systeme miteinander gekoppelt werden. Damit nimmt es Bezug auf die Forschung im Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT. Der „Synästhetische Raumkörper“ kombiniert die verschiedenen künstlerischen Medien Musik und Bildende Kunst miteinander und folgt damit verschiedenen Gestaltungsprinzipien. Auf jeder der vier Seiten des Leuchtobjektes sind 45 Farbfelder. Die Auswahl der Farben geht auf Joseph von Fraunhofer (1787–1826) zurück. Je nach Tageszeit und Lichtsituation erkennt man, dass die Farbfelder in rhythmischer Folge aufleuchten. Sie sind mit einzeln ansteuerbaren LED-Modulen ausgestattet. Die Licht-Choreographie basiert auf einem speziell für den Leuchtkasten komponierten Klavierstück des zeitgenössischen Komponisten Wilhelm Geveler. Die Noten und Tempi wurden in Farbe und Licht übersetzt. Obwohl die Musik nicht hörbar ist, lässt sie sich dennoch erahnen. Obwohl

(3) Leuchtkasten IGS
Bildrechte: Birgit Jensen, Foto: Helmut Kunde

Rechts über dem zur Elbestraße gelegenen Haupteingangsbereich der Integrierten Gesamtschule Flensburg wurde ein ringförmiges Leuchtobjekt installiert. Der Leuchtkasten zeigt die maßstabsgetreue Vergrößerung einer Leuchtstoffröhre in Ringform. Die fotografische Reproduktion der Leuchtstoffröhre wurde auf einen weißen Acrylglasring mit einem Durchmesser von 400 cm aufgedruckt. Der Druck besteht aus stark vergrößerten schwarzen Rasterpunkten, so daß der Prozess der Reproduktion durchschaubar ist. Das Acrylglas bildet die flache Vorderseite des Leuchtkastens. Das Gehäuse des Leuchtkastens ist aus naturfarbenem Aluminium und mißt 15 cm in der Tiefe. Bei hellem Tageslicht ist das Objekt ein ringförmiger Kasten mit der schwarzweißen Abbildung einer Leuchtstoffröhre. Bei Dunkelheit schaltet sich über einen Dämmerungsschalter das Licht des Leuchtkastens an. Die abgebildete Leuchtstoffröhre leuchtet dann in neonviolettem Licht.