Caroline Bayer

Caroline Bayer

// Architektur
// Installation
// Konzeptkunst
// Lichtkunst

Über mich

Caroline Bayer, 1973 Geboren in Stolberg/Rhld

Studium: 2004—09 Kunstakademie Münster bei Prof. Maik und Dirk Löbbert
Abschluss: Meisterschülerin


Meine Arbeit

Ausgehend vom Stadtraum und seinen visuellen Ordnungssystemen, entwickle ich Zeichnungen und Installationen, die sich oft auf das direkte Umfeld des Ausstellungsraums beziehen. Ich untersuche urbane Strukturen und architektonische Versatzstücke wie Fassadenelemente oder bestehende räumliche Ordnungssysteme. Solche Objekte aus dem Außenraum tauchen im Innenraum wieder auf und schaffen eine Verbindung zwischen innen und außen. Abstrahiert und im Ausstellungsraum neu kombiniert, produzieren die so entstandenen Objekte und Zeichnungen das subjektive Bild eines bestimmten Ortes und einer bestimmten Zeit.

(1) Lichtung
Bildrechte: Thorsten Arndt, Caroline Bayer

‚Lichtung’ ist aus dem direkten Umfeld der LWL-Klinik heraus entwickelt worden. Zentrales Element sind vier sich überlagernde polygone Farbflächen, von denen die oberste sich als hinterleuchtete Reliefstruktur abhebt. Formal basieren sie auf den Grundrisslinien des Parkgeländes in seinen unterschiedlichen Entwicklungsstadien über die Jahrhunderte und fächern im Wortsinne die Geschichte und die Beschaffenheit des Ortes vor dem Betrachter auf.

(2) Spots

Entwurf für eine Platzgestaltung (Albertus Magnus Platz, Köln) mit Backstein-Intarsien in anthrazitfarbenem Asphalt. In der Bodenzeichnung tauchen Fragmente eines mittelalterlichen Stadtplans der Stadt Köln auf, in denen die Studiengebäude der alten Universität eingezeichnet sind: die Bereiche um die ehemaligen Lehrgebäude und Bursen in schematisierter Form. Wie durch den Lichtkegel eines Suchscheinwerfers werden Fragmente aus der Vergangenheit hervorgehoben und in einen neuen Zusammenhang stellt. Die Ziegel stellen einen materiellen Bezug zu dem von Rolf Gutbrodt erbauten Hörsaalgebäude aus den 1970er Jahren her.

(3) Loop
Bildrechte: Caroline Bayer

Die ortsbezogene Lichtarbeit „Loop“ macht die Geschichte des Ortes als Armen- und Cholerafriedhof im 19.Jahrhundert, der sich einst unter der neu zu bauenden Schule befand, sichtbar und thematisiert den Kreislauf des Lebens. Aus historische Pläne des Geländes wurde eine Folge lineare Formen entwickelt, die sich als Lichtspur an der Ziegelfassade materialisieren. Vier Formen aus LED-Bändern werden als Dauerschleife programmiert werdenund leuchten nacheinander im Rhytmus eines ruhigen Atemzyklus langsam auf und verschwinden dann wieder. Die Formen verändern sich ständig und kehren zugleich ewig wieder. Sie können als Allegorie auf das Leben verstanden werden, das sich in stetem Wandel befindet: nichts bleibt wie es war, die Jahreszeiten ändern sich, wir werden älter, lernen und machen neue Erfahrungen. Menschen treten in unser Leben, während andere gehen. Ohne Veränderung gibt es kein Leben. (Entwurf für einen Grundschulneubau in Berlin-Friedrichshain)