Jürgen Drewer

Jürgen Drewer

// Architektur
// Glaskunst
// Installation
// Malerei
// Objektkunst

Über mich

Jürgen Drewer, 1952 Geboren in Gladbeck | NRW

Studium: 1982 Anerkennung der Tätigkeit als Bildender Künstler durch den Gutachterausschuss der Fachhochschule für Kunst + Design Köln


Meine Arbeit

  • Auszeichnungen
    2018 1. Platz | Einladungswettbewerb | Neubau eines Sakralbaues in Keyenberg mit Gregor Dewey von dbap architekten
    2018 1. Platz | St. Michaelskapelle in Andernach | Einladungswettbewerb | Neugestaltung von 7 Fenstern
    2018 3. Preis und Publikumspreis für die Realisierung einer Wegekapelle | Internationale Handwerksmesse | München mit Gregor Dewey von dbap architekten
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2016 Wegekapelle | Willich mit Gregor Dewey von dbap architekten
    2011 »Kommunikationsebenen« Haus an der Marktkirche | Wiesbaden | Skulptur über 5 Etagen
    2006 »Justitia« Bayerische Justizschule Pegnitz | Wandgestaltung im Foyer + Außenbereich
(1) Justitia
Bildrechte: Foto Copyright | Peter Leuten

Gegenstand der inhaltlichen Auseinandersetzung meines Konzepts zur Justiz ist die Verfassung, die durch das Grundgesetz tief in alle gesellschaftlichen Bereiche eindringt. Dies soll die Durchdringung der Paragrafensymbole von Innen nach Außen deutlich werden. Die Menschen, die in der Justizschule lehren, lernen und sich fort- und weiterbilden, sind durch ihren Berufsalltag besonders in dieses Thema eingebunden. Durch die sich teils auflösenden Paragraphen - Symbole, möchte ich einerseits auf die sich immer wieder veränderbaren Gesetze und Rechtsituationen hinweisen und andererseits auf die Polarisierung von Rechtsordnung und Anarchie. Anarchie, nicht gemeint im Sinne von Gewalt gegen ein System, sondern im ureigentlichen Sinne der Gesetzlosigkeit. Dies intendiert das Bild einer idealisierten Gesellschaft, die vor dem Hintergrund einer sozio-kulturellen Entwicklung, keine Regeln für ein gesellschaftliches Zusammenleben benötigt.

(2) Kommunikationsebenen
Bildrechte: Foto Copyright | Neeke Reisinger

Das künstlerische Konzept im Haus an der Marktkirche wird von zwei Überlegungen bestimmt: Zum einen, die vorhandene Architektur in den Blick zu nehmen und durch Farbe, Form und Struktur in sie einzugreifen, so dass eine Synthese aus Kunst und Architektur entsteht, zum anderen auf die sich im Hause befindenden Institutionen einzugehen. Wie ein Faden durchziehen die roten Säulensegmente die Etagen des Gebäudes. Sie durchdringen es Vertikal, wie auch Horizontal und verbinden so die einzelnen Etagen, bzw. Institutionen zu einem Netzwerk. Die Farbe Rot fordert Aufmerksamkeit, so wie eine gut funktionierende Kommunikation dies auch fordert. Farbe, Form und Oberflächenstruktur der Säulensegmente stehen augenscheinlich kontrovers zur klaren, weißen Architektur des Hauses, gehen aber mit ihr eine Einheit ein. Das gestalterische Durchdringen der Etagen will eine Verbundenheit mit den Einrichtungen und den dort tätigen Menschen knüpfen.

(3) Monolog - Dialog
Bildrechte: Foto Copyright | Neeke Reisinger

Inhaltlich habe ich bei den Flurwänden die Thematik eines Verlages aufgegriffen, der Inhalte über Schrift vermittelt. So entstanden die Wandarbeiten aus Buchstaben die inhaltlich keinen Sinn ergeben und daher eher monologisierend wirken. Im Moment der Betrachtung, ob formulierend im Denken oder wirkend im Sehen, wird der Monolog zum Dialog. Durch die Abmessung der horizontalen und vertikalen Arbeiten an den Flurwänden, kann sich der Betrachter die Arbeit durch das Treppenhaus “erlaufen“. So ermöglicht der Aufbau dieser Arbeit dem Betrachter verschiedene Eindrücke auf unterschiedlichen Ebenen. Die Arbeit in der Rotunde bezieht sich auf die Gestalt der Bodenfläche. Die Höhe der einzelnen Kuben laden die Mitarbeiter und Besucher des Haus zum “besetzen“ ein. Eine weitere Option besteht in der variablen Aufstellung der Kuben so dass auch hier die Möglichkeit eines Dialoges gegeben ist.