Anja Gerecke

Anja Gerecke

// Architektur
// Grafik
// Installation
// Land Art
// Malerei

Über mich

Anja Gerecke, 07.02.1977 Geboren in Goslar

Studium: 2002-2009 Studium der Freien Malerei, Diplom, Kunsthochschule Berlin Weißensee
Abschluss: 2009 Meisterschülerin bei Prof. Katharina Grosse, Kunsthochschule Berlin Weißensee

  • Lebenslauf Anja Gerecke
    2013-2015 Dorothea Erxleben Programm Arbeitsstipendium, Lehrauftrag
    2018 So Art Österreich artist in residence
    2015 Frans Masereel Centrum für Druckgrafik, Belgien
 artist in residence
    2012-2014 Kunsthalle der Kunsthochschule Berlin Weissensee Lehrbeauftragte, Kunstvermittlung, Visualisierung und Präsentation
    2013 Hiroshima City University Visiting Artist
    2012 Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Berlin
    2010 MAMAM, CCBA, Recife, Brasilien artist in residence
    2010 DAAD Stipendium Brasilien
    2009-2010 Elsa Neumann (NaFöG)-Stipendium des Landes Berlin Arbeitsstipendium

Meine Arbeit

Seit vielen Jahren arbeite ich im Bereich der kontextbezogenen Rauminstallation und der installativen Malerei: durch den künstlerischen Eingriff wird der Raum selbst zum Bild. Ich verwende unterschiedliche Materialien wie Farbe, Holz, und Gipskarton und nutze vorhandene Objekte und Flachen der Architektur. Dabei spielen Licht, Farbe und die Positionen und Wege des Betrachters im Bild eine zentrale Rolle. Meine künstlerische Arbeit entwickele ich in der Auseinandersetzung mit dem realen Raum und der Malerei. Deshalb erfordert meine Arbeitsweise immer eine intensive Beschaftigung mit dem Ausstellungsort. Der Ort wird anhand der historischen und urbanen Gegebenheiten, wie z.B. der Architekturgeschichte, durch Archivarbeit, Beobachtungen im Stadtraum und im Austausch mit den Menschen vor Ort erschlossen.

  • Auszeichnungen
    2013-2015 Dorothea Erxleben Programm, HfBK Braunschweig Arbeitsstipendium
    2017 Land Schleswig Holstein, Künstlerhaus Lauenburg / Elbe Stipendium Bildende Kunst
    2009-2010 Elsa Neumann (NaFöG)-Stipendium des Landes Berlin Stipendium
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2019 ausstrahlung Ebertplatzpassage, Köln
    2017 der gelbe Kauz Skulpturengarten Kunsthaus Dahlem, Berlin
    2016 Heute / Today Kunst Station im Hauptbahnhof, Städtische Galerie Wolfsburg
(1) ausstrahlung, 2019
Bildrechte: Martin Plüddemann, Köln

Eine im Stadtraum kaum wahrgenommene sechseckige Öffnung in der Verkehrsinsel am Ebertplatz ist der Ort für die künstlerische Intervention. Darunter befindet sich die berüchtigte Ebertplatzpassage: eine durch eine dicke Betondecke vom Stadtraum getrennte Passage, die sich durch ihre Dunkelheit und unfreundliche Atmosphäre einen zweifelhaften Namen gemacht hat. „ausstrahlung“ befasst sich mit der Situation an diesem Ort, sie ist eine Schnittstelle zwischen hell und dunkel, zwischen oben und unten. An drei Seiten der Brüstung des Sechsecks sind farbige Holztafeln montiert. Die großen gelben Tafeln reflektieren das Sonnenlicht in die Dunkelheit, wobei sich der sechseckige Lichtfleck und der angrenzende Schatten am Boden gelb färben. Die Installation umrahmt zur Hälfte das Sechseck und dessen raue Betonbrüstung. Die Oberflächen auf der Verkehrsinsel in Richtung Neusser Strasse zeigend sind in zwei Grüntonen lasierend gestrichen. http://www.bruchunddallas.de/ausstellungen/anja-gerecke/

(2) Heute / Today, 2016
Bildrechte: Anja Gerecke, Berlin

Acrylfarbe auf Wänden, Masse variabel (Bodenarbeit: Daniel Buren) Kunst Station im Hauptbahnhof Wolfsburg, kuratiert von Marcus Körber, Städtische Galerie Wolfsburg. Die routinierten Pendler, die täglich den Hauptbahnhof nutzen, sind die immergleiche Umgebung und Wege gewohnt. Die künstlerische Arbeit ist darauf ausgelegt, immer wieder neu oder anders zu erscheinen. Um die Betrachter wieder mehr für die gewohnte Umgebung zu sensibilisieren, versehe ich jede Bank mit einer anderen monochromen Farbfläche. So können die Nutzer immer die selbe Farbe wählen, oder den Blick (respektive Umfeld) ändern/wechseln. Die Farben nehmen auch Bezug auf die Innengestaltung des Wolfsburger Hauptbahnhofs: einmal durch vorhandene Farbtöne, zum anderen durch ihre Komplementärfarben oder Kontraste.

(3) Schwung, 2018
Bildrechte: Raimund Zaikowski, Hannover; Anja Gerecke, Berlin

Anlässlich der 88. Herbstausstellung des Kunstvereins Hannover realisierte permanente Wandmalerei im Treppenhaus von Haus & Grundeigentum Service: in mehreren Schichten lasierend transparent oder deckend aufgetragene Acrylfarbe, die sich in überlagernden Farbflächen durchgehend vom 1. bis zum 5. Stockwerk erstrecken. Die hinter dem Treppenkörper durchgehenden Farbflächen in Rottönen (Cadmium, Magenta und Englisch Rot) fassen die Stockwerke formal zusammen und heben die Treppenform hervor. Der grüne Handlauf der Treppe sowie die markante Form des Treppenkörpers treten durch die Malerei in den Vordergrund. Die klaren Formen und monochromen Oberflächen des Kunstwerks ermöglichen eine Sensibilisierung für Oberflächen der Architektur. Das Tageslicht, das in jedem Stockwerk unterschiedlich ausfällt, beeinflusst die Wirkung der Farben. Insbesondere in der regelmässigen Nutzung (der Mitarbeiter*innen) werden Varianten der Raum- und Farbwahrnehmung erkennbar.