Fritz Balthaus

Fritz Balthaus

// Architektur
// Installation
// Konzeptkunst
// Lichtkunst
// Objektkunst
// Skulptur/Plastik

Über mich

Fritz Balthaus, 1952 Geboren in Oberhausen/Rhld

Studium: Bildende Kunst
Abschluss: Meisterschüler


Meine Arbeit

Fritz Balthaus Arbeiten sind sowohl präzise Versuchsanordnungen wie ironische Eingriffe in die Kunstwelt und den Ausstellungsbetrieb. Sie oszillieren zwischen Bild, Skulptur und Architektur, decken die verborgenen Prozesse der Kunsterzeugung auf, bilden sie nach und verwandeln sie zu sichtbaren Kunstwerken im Raum. Ob in Museen, Kunsthallen, Galerien, Kunstmessen, in Barockschlössern und -gärten oder in sogenannten öffentlichen Kontexten, die Kunstwerke reflektieren nicht nur die Bedingungen ihres Entstehens sondern auch die Umgebungen ihrer Präsentation. Dabei ergeben sich meist unterschiedlich große Schnittmengen zwischen den Medien: Bild, Skulptur und Architektur. Bei Arbeiten für den öffentlichen Kontext werden meist interdisziplinäre Kooperationen mit Architekten, Landschaftsarchitekten, Verkehrs- und Stadtplanern gebildet. Prof. Dr. Stephan Berg/Guido Fassbender

  • Auszeichnungen
    1993 Stipendium Schloß Solitude
    2016 Arbeitsstipendium Berliner Senat
    2013 Stipendium Schloß Wiepersdorf
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2018 Bricolage Lise Meitner Schule Berlin
    2018 Kunst[Nest] Campus Berlin-Buch
    2014 Petri-Pegel Petripark Rostock
(1) BN/LF/FM/CP
Bildrechte: Christian Jaeggi

In den 1970er Jahren nisteten Vögel in einer Skulptur von François Morellet im Garten des Museum Folkwang. Dies tolerierten die Angestellte über Jahre, wohl auch deshalb, weil die vergitterte Innenstruktur der Skulptur das Nest unerreichbar machte. Von dieser Erzählung ausgehend hat Balthaus 4 vier weitere Skulpturen, Objekte, Plastiken hergestellt in denen potentiell Vögel nisten könnten. Als Vorbilder dienten prominete Raumkunstwerke.

(2) Bricolage
Bildrechte: Friedhelm Hoffmann

BRICOLAGE Der Vorschlag für alle 5 Standorte besteht darin, die von der Innenarchitektur und Haustechnik vorgesehenen Möbel, Armaturen und Geschirre direkt zur Herstellung von Objekten und Assemblagen zu verwenden. Glassauger, Sessel, Stühle, Hocker, Tische, Lampen, Türklinken, Steckdosen, Armaturen, Beschläge, Kleiderhaken und auch Kantinengeschirr der Lise Meitner-Schule, werden konkret in dem Kunstvorschlag eingearbeitet. Ziel ist es, die im Hause vorkommenden Gegenstände in Formen zu bringen, die den Bildern und Modellen von Molekülen, Helixen, Zellen, Atomen und Mikroorganismen entsprechen und dabei auch Lise Meitners wissenschaftliche Verdienste und den Auftrag der nach ihr benannten Schule zu thematisieren. Der „Windfang“ des Haupteingangs und der „Luftraum“ der oberen Foyers ist quasi der „Weltraum“ für „atomare“, „subatomare“ „mikrobiologische“ Alltagsobjekte. Die Formen spielen auf Epochen und Darstellungskulturen heutiger Provenienz aus Wissenschaft und Forschung an.

(3) Kunst[Nest]
Bildrechte: Robert Herrmann

Vor dem Eingang des Gebäudes soll ein haushoher Storchenturm errichtet werden. Er wird aus Straßenlampen errichtet und die Basis des Nestes soll aus denselben Hölzern zusammengesetzt werden, wie sie in der Fassade des Gebäudes verwendet worden sind. Die künstlerische Methode, Material für den Turmbau aus der direkten Umgebung zusammenzusuchen, ist der Nestbau-Methode von Störchen abgesehen. Das Turm- und Nestbaumaterial kann also später in der Umgebung des Campus wiedergefunden werden und umgekehrt kann die Umgebung wieder im Kunstnest entdeckt werden. Ein interdisziplinäre Formengespräch kommt in Gang und der unübersehbare Turm hilft den Besuchern den Gebäudeeingang zu finden.