Kathi Kaeppel

Kathi Kaeppel

// Installation
// Medienkunst

Über mich

Kathi Kaeppel, 1977 Geboren in Heidelberg

Studium: 1997-2004 Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Abschluss: Diplom

  • Lebenslauf Kathi Kaeppel
    2019–2020 Lucerne University of Applied Sciences and Arts Researcher
    2019 Stipendiatin Stiftung Freiheit
    2017 Frankfurt am Main Geburt Sohn Espen
    2014-2018 Kunsthochschule Berlin-Weißensee Gastprofessorin, Stipendiatin Berliner Senat (BCP)
    2011 Berlin Geburt Sohn Johan
    2008-2011 Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Lecturer
    2007-2014 Kunsthochschule Berlin-Weißensee Lecturer
    2004 Stipdendiatin Fulbright
    2001 Stipendiatin DAAD

Meine Arbeit

Kathi Kaeppel is an artist working on site-specific installations, exploring the territories of drawing and animated drawing in space. In her works she discusses nature impacted by human interventions and the effects of a missing reference system for our actions. This reference frame is established by accelerating natural and man-made processes to create intense and unexpected experiences. For each work Kaeppel creates a specific system of scale, lines of perception, and colours as a spatial choreography in which the recipient becomes an active participant. Her interest lies in creating and surpassing boundaries at the same time. Using lines and basic shapes, she creates spaces as a field of possibilities. Despite the level of abstraction and sophistication behind the three-dimensional immersive installations, Kaeppel’s pieces convey a sense of lightness, contrasting the profound atmosphere associated with her themes.

  • Auszeichnungen
    2020 Nominierung Zonta Art Contemporary
    2020 Arbeitsstipendium Hessische Kulturstiftung
    2020 Projektförderung Kulturamt Frankfurt am Main
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2020 The lonesome tree Multi-channel Video-Installation, Zeichnungen
    2019 I live with my brat in a high-rise flat permanente Installation
    2018 The one the other permanente Installation
(1) The lonesome tree (Der einsame Baum), Multi channel Video–Installation, 4K–Video, 4096 x 2160px, Farbe, Ton, 4x45', Größe der Installation variabel Digitale Zeichnungen, 700 ×1000 mm, Farbe, Inkjet Drucke auf Acryl LED Panel
Bildrechte: Martin Url

Ausgangspunkt der ortsbezogenen Installation aus Zeichnungen, Videos und Ton sind historische Darstellungen des Baum des Lebens, welcher im Paradies, dem Baumgarten, stand. Der Baum des Lebens gehört zur Mythologie vieler Völker und ist ein altes Symbol der kosmischen Ordnung. Als Weltachse tief im Boden verwurzelt und zugleich himmelwärts strebend, wird er zum Vermittler zwischen Himmel, Erde und Unterwelt, der Vergangenheit, dem Jetzt und der Zukunft. Der Ordnung der romantischen Darstellung stellt die Künstlerin ein Abbild von Zerfall und Zerstörung gegenüber, dass sich auf den Zustand der Natur heute bezieht. Der Baum steht für den Kreislauf des Lebens, der heute unterbrochen scheint. Als Metapher stellt der Baum die Frage nach dem Zustand des Baumgartens im Anthropozaen. Die gezeichneten Fragmente überlagern sich in einer Tiefenschichtung zu einer räumlichen Gesamtkomposition. Die Arbeit schafft damit ein Geflecht rund um Begehren und die menschliche Zerstörung der Natur.

(2) The one the other (Das Eine das Andere), farbiges Acrylglas, Aluminium, Stahl, LED, Mechanik Kinetische Skulptur, permanente Installation 2880 x 2560 x 250 mm
Bildrechte: Hans Drexler

Die wiederkehrende Choreographie der Unendlichkeitsmaschine zeigt die motorische Kraft hinter den Bildern und Klängen des Hauses. Die konstruktivistische Inszenierung evoziert Erinnerungen an die industrielle Revolution. Gleichzeitig bleibt die Maschine fragmentarisch: Es gibt weder Anfang noch Ende. Das Eine ergibt das Andere. One is the other.

(3) I live with my brat in a high-rise flat, Acrylglas, Aluminum, Spiegelglas, LED, Mechanik Permanente Installation 4128 x 2456 x 150 cm; 3988 x 2450 x 150 cm Digitale Zeichnungen (01-02), 70×100 cm, Farbe, Inkjet Drucke auf Acryl
Bildrechte: Kathi Kaeppel

Der Titel der Arbeit bezieht sich auf Roald Dahls Adaption des Reims »Mary, Mary, Quite Contrary« (Roald Dahl 1989), in welchem ein kurzes, sarkastisches Gespräch über einen Garten und dessen Gedeihen stattfindet. Die Infinity–Installation transferiert die Natur eines Waldgartens als fragmentarische Zeichnungen in den urbanen Raum: wild, roh, reduziert, unregelmäßig und zugleich zart wächst eine Linie neben der anderen. Die wandfüllenden Zeichnungen, die hinter den Spiegeln verortet sind, blenden sich im Wechsel ein, sobald integrierte Lichtquellen die Lichtzunahme steuern. Das Licht addiert eine zeitliche Ebene in die zeitbasierte Installation.