Empfangshalle

Künstler*innengruppe

// Architektur
// Installation
// Konzeptkunst
// Lichtkunst
// Objektkunst
// Partizipation
// Performance
// Skulptur/Plastik
Empfangshalle

Über uns

Empfangshalle (Künstlerduo) | Michael Gruber und Empfangshalle (Künstlerduo) | Corbinian Böhm

Empfangshalle, 2000 gegründet in München

  • Lebenslauf Empfangshalle (Künstlerduo) | Michael Gruber

    Studium: Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste, München - bei Hans Ladner, Anthony Gormley, Timm Ulrichs und Asta Gröting
    Abschluss: 1999 Diplom als Meisterschüler an der Akademie der Bildenden Künste München


Unsere Arbeit

Empfangshalle macht als Künstlerduo Kunst mitten in der Gesellschaft und mit gesellschaftlichen Strukturen. Die konzeptuellen Arbeiten manifestieren sich in temporären Aktionen, Videoarbeiten, Fotografien oder Skulpturen. Dabei wird das Publikum als aktiver Betrachter mit in die Arbeiten eingebunden. - „Aus dem öffentlichen Raum schöpfen wir das Rohmaterial für unsere Arbeit. Wir sind Beobachter und finden vielfältige Strukturen: gesellschaftliche, menschliche, ortsspezifische. Wir finden einen Weg zur Nutzung dieser Strukturen und diskutieren dabei die Frage, wann und wie hier Kunst entstehen kann – in welchem Medium auch immer. Hier spannt sich unser Arbeitsfeld auf: Zwischen Privatsphäre und globaler Öffentlichkeit.“

  • Auszeichnungen
    2017 Gebhard Fugel Preis, Preis der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst e.V. (DG)
    2006 der hausderkunst preis, Kunstpreis Haus der Kunst, München
    1999 Kunstpreis der Kestler-Haeusler-Stiftung
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2017 Waschgang https://www.empfangshalle.de/kunst/projekte/waesche/
    2006 as if we were alone https://www.empfangshalle.de/kunst/projekte/as-if-we-were-alone/
    2002 Gelsenlos https://www.empfangshalle.de/kunst/projekte/gelsenlos/
(1) ST. LAURENTIUS, Mühldorf am Inn 2019
Bildrechte: ©EOM, Achim Bunz

Zeitgenössische Kunst trifft Forschung – Das Gesamtkunstwerk aus Lichtkunst, Altar, Ambo, Tabernakel und Retabel lässt den Kirchenraum in gänzlich neuem Licht erstrahlen. Ein Altar aus weissem Marmor steht vor einer acht Meter hohen, in 3D-Technik gedruckten goldenen Skulptur, dem „Retabel“. Das zellularartige Strukturkonzept lässt diese ästhetisch faszinierende Retabel-Skulptur förmlich in den Himmel wachsen. Eine Lichtkunst-Installation im gotischem Fenster sowie ein von hand gefertigter Tabernakel aus vergoldeter Bronze gehören ebenfalls zur Neugestaltung des Raums. Das Retabel entstand in Zusammenarbeit mit Studio Tessin (Entwicklung) und der FIT AG (3D-Druck).

(2) 'Hinterm Horizont', JVA Berlin Heidering 2013
Bildrechte: © Empfangshalle

Eine Skulptur im Außenraum und eine Installation im Innenraum sind bildhafte, integrale Teile eines Konzepts, das übergreifend die gesellschaftliche Verortung der Menschen in der JVA Heidering mit einbezieht. Wesentlicher Teil der Außenskulptur ist eine Windkraftanlage. Sie ist Sockel einer plastischen Figur, Ausgangspunkt fotografischer Zeitabläufe der Installation im Inneren des Gebäudes und schließlich – als kommerzieller Stromerzeuger – Finanzgrundlage für ein soziokulturelles Programm in der JVA.

(3) 'Woher Kollege Wohin Kollege' - München 2003 - 06
Bildrechte: © Empfangshalle

"Heimat" kann man nicht einfach anfassen oder abbilden. "Heimat" ist ein Gefühl, das mit einem Ausschnitt der realen Welt zur Deckung gebracht werden muss damit ein "Heimatbild" entsteht. Empfangshalle befragte Angestellte der Münchner Abfallwirtschaft mit Herkunft aus den verschiedensten Ländern zu ihren Bildern für Heimat. Ein Müllauto baute Empfangshalle zum Wohnmobil um. Mit diesem Wagen machten die Männer sich auf den Weg ihr ganz persönliches Heimatgefühl zu fotografieren. Ein einziges Foto, auf dem immer auch das Müllauto zu sehen sein musste, sollte alles sagen, ihre Geschichte erzählen, alle Fragen beantworten. Zurück in München wurde das Heimatbild dann auf dem Müllauto angebracht, mit dem der Kollege täglich arbeitete. So schwärmte morgens eine mobile Ausstellung in die Stadt aus, bei der die Müllwerker den MünchnerInnen ihr Heimatbild zeigten. Kommunikation und Interaktionen auf der Straße sind die Träger des Kunstwerkers im öffentlichen Raum.