Andrea Böning

Andrea Böning

// Architektur
// Fotografie
// Installation
// Konzeptkunst
// Objektkunst
// Skulptur/Plastik

Über mich

Andrea Böning, 1967 Geboren in Winterthur/CH

Studium: Hochschule für Bildende Kunst, Braunschweig / Akademie der Künste, Stuttgart / École des Beaux Arts, Nîmes, F
Abschluss: Meisterschülerin, Hochschule für Bildende Kunst, Braunschweig


Meine Arbeit

  • Auszeichnungen
    2021 Arbeitsstipendium Schloss Balmoral, Bad Ems
    2018 AiR afo Architekturforum Oberösterreich, Linz
    1998 DAAD Postgraduiertenjahresstipendium Niederlande
  • Arbeiten im öffentlichen Raum
    2021 (Realisierung in 2021) Basketballbaum Gebr. Ullrich Realschule, Maikammer
    2014 Locking Back Hochschule für nachhaltige Entwicklung, Eberswalde
    2011 Zwei Läufer Jeanne Barez Schue, Berlin
(1) Hier entsteht, Linz AT
Bildrechte: Andrea Böning / VG Bild Kunst

Auf der innerstädtischen Brache entsteht mit nur einem kleinem Abstand zu dieser Wand ein Neubau. Der entstehende Zwischenraum wird mit einer Hohlraumverfüllung gedämmt und verschlossen. Der anachronistisch anmutende Schriftzug ist mit echtem Blattsilber auf die alte poröse Wand des denkmalgeschützten Hauses aufgetragen. Sukzessive wird er während der Bauphase im Zwischenraum verschwinden und schließlich nicht mehr sichtbar sein. Die Wand wird mit ihrer Geschichte und einem wertvollen Zukunftsversprechen vereint und für eine unbestimmte Zeit konserviert. Es ist ein Gedankenspiel, ob und unter welchen Umständen er einmal entdeckt und zugänglich gemacht wird.

(2) Looking Back, Hochschule für nachhaltige Entwicklung, Eberswalde
Bildrechte: Andrea Böning / VG Bild Kunst

Looking Back ist eine Darstellung der die Welt umfassende Wolkenformation aus geschliffenen Glaskristallsteinen. In den Reflexionen der Steine liegt der Reiz dieses „Juwels“. Wie der Astronaut Edgar Mitchel 1968 während der Apollo Mission und im ersten „Blick zurück“ den Erdaufgang beschrieb: „Plötzlich tauchte hinter dem Rande des Mondes in langen zeitlupenartigen Momenten von grenzenloser Majestät ein funkelndes Juwel auf, eine helle, zarte Kugel.“ Die ersten Fotografien der Erde in ihrer Ganzheit bedeuteten in den 1960er Jahren eine Revolution für das kollektive Bildergedächtnis und sind seither das Sinnbild für die globalen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbestrebungen in Wissenschaft und Politik. Ambivalenz und gleichzeitige Herausforderung: Einerseits ist es das Bild des größten zu schützenden Schatzes, unseres Planeten und andererseits symbolisieren die Steine mit ihrer Schönheit den Wunsch nach Besitz und wirtschaftlichem Wachstum.

(3) Zwei Läufer, Jeanne Barez Schule, Berlin
Bildrechte: Andrea Böning / VG Bild Kunst

Auf einem unübersichtlichen Schulgelände entsteht mit dem Motiv zweier Teppichläufer ein Wegweiser zur Sporthalle und zugleich ein verbindendes Element des Schulgeländes. Teppichläufer sind Brücken und Wegweiser. Sie sind Orientierungshilfe und ein Zeichen der Einladung. In ihrer Erscheinung und Beschaffenheit lässt sich vielerlei über die Gastgeber und Bewohner ablesen. Die Teppichläufer reflektieren somit etwas von dem wider was Kinder mit der Grundschule verbinden: Es ist ein Ort des vertrauten zuhause Seins. Die Teppichläufer sind Staffelläufer, Wetteiferer und ebenso Läufer, die noch rechtzeitig zu Schulbeginn ankommen möchten.